Arbeitspaket 3
Dünen im Hochwasser-Schutz
Der Schwerpunkt des Teilprojektes 3 beschäftigt sich mit ökologischen Funktionen und Prozessen von natürlichen und anthropogen beeinflussten Dünen für den Hochwasserschutz auf den bewohnten ostfriesischen Inseln. Insbesondere sollen geo-morphologische und vegetationsökologische Unterschiede zwischen Schutzdünen und natürlichen Dünen herausgearbeitet und deren Auswirkungen auf Ökosystemleistungen wie Küstenschutz analysiert werden. Ziel ist es, herauszufinden welchen Beitrag Dünen für den Küstenschutz leisten und wie die Hochwasserschutzleistung durch Förderung des Naturschutzwertes optimiert werden kann. Außerdem soll die Einstellung und Akzeptanz der Inselbevölkerung zu Hochwasserschutzmaßnahmen in Dünen in Erfahrung gebracht werden.
Dafür werden historische und rezente Dünenverstärkungen lokalisiert, um dann naturnahe und anthropogen überprägte Dünen der ostfriesischen Inseln vergleichen zu können. Auf beiden Dünentypen werden Gefäßpflanzen, Moose und Flechten entlang von quer zum Dünenkamm verlaufenden, diskontinuierlichen Transekten kartiert. Vegetationsaufnahmen dienen unter anderem zur Bestimmung der Pflanzengesellschaften. Bodenkundliche Analysen sollen Aufschluss über die abiotische Entwicklung der Dünen geben. Untersucht wird die Sukzessionsreihe von Vordüne bis Braundüne, um unterschiedlich alte Dünen zu berücksichtigen. Für die Insulanerbefragung werden fragebogenbasierte Interviews durchgeführt.
Kernaspekte:
- Vegetationsaufnahmen und Bodenproben von naturnahen und anthropogen überprägten Dünen
- Insulanerbefragung zur Akzeptanz von Dünenverstärkungen im Rahmen des Hochwassserschutzes
- Zeitliche Entwicklung abiotischer und biotischer Faktoren von Küstenschutzdünen und natürlichen Dünen
- Ökosystemleistung von natürlichen Dünen
- Nutzung natürlicher Dynamik für Natur- und Küstenschutz
- Möglichkeit der Einbindung der Inselbevölkerung bei zukünftigen Hochwasserschutzmaßnahmen in Dünen?
