Arbeitspaket 5

Habitatdynamik in der Gezeitenzone

Der Schwerpunkt von Arbeitspaket 5 liegt auf der Untersuchung und dem Verständnis biogeomorphologischer Rückkopplungen in Vegetationsbeständen der Gezeitenzone des Wattenmeeres. Mit einem Fokus auf die Anpassungsfähigkeit und Reaktion von Salzwiesenvegetation auf abiotische Bedingungen wollen wir biotische Prozesse besser in langfristige Vorhersagen der Habitatdynamik integrieren. Diese Arbeit trägt zur Integration naturbasierter Lösungen in den Küstenschutz bei, indem sie die Vorhersage der Habitatdynamik verbessert, die sich auf die Habitatkapazität für hydrodynamische Energiedämpfung und Sedimentretention auswirken kann.

Die Auswirkungen abiotischer Stressoren, wie z. B. Wellengang, auf vegetationsmorphologische Merkmale wie Flexibilität, Höhe, Durchmesser, Dichte und Biomasseverteilung werden in Feld- und Laborexperimenten isoliert und beobachtet. Gewächshausexperimente und neuartige Monitoringtechniken werden eingesetzt, um eine langfristige, kontinuierliche Überwachung durchzuführen. Dies dient der Entwicklung neuer Modelle zur Dynamik und Regulierungskapazität von Gezeitenhabitaten in einem sich verändernden Klima.

Kernaspekte:

  • Salzwiesen als Küstenschutz gegen Überschwemmungen und Erosion unter dynamischen abiotischen Einflüssen
  • Feld- und Laborbeobachtung der biomechanischen Eigenschaften von Salzwiesenpioniervegetation, insbesondere in Reaktion auf Wellenschlag.